KNL(P)-Dragon aus Bronze

KNL-Dragon aus Bronze auf Washi

Und schon wieder muss ich Fotografien von Werken des Finnen Tuomo Paananen veröffentlichen. Vor Weihnachten hat er mir drei Bronzerosen (Kawasaki) und einen ebenfalls aus Bronze gegossenen KNL(P)-Dragon* geschickt. Heute kam ich endlich einmal dazu, ihn gebührend zu „inszenieren“. Viel Spaß damit!

 

*) Selbstverständlich bleibe ich an dieser Stelle weder den Verweis auf den Autor des Modells, noch die Referenz auf den Ort der Veröffentlichung schuldig:
Der KNL-Drache ist eine Schöpfung des Origamidesigners Robert Lang. Um genau zu sein, ist er die Weiterentwicklung eines vor einigen Jahren sehr populären, allerdings aus mehreren Teilen zusammensetzten Modells. Dabei wurde ein Drachenkopf von Kunihiko Kasahara auf einen separat gefalteten Drachen von Robert Neale aufgesetzt und festgeklebt.
Diese designtechnisch nicht ganz saubere Erscheinung wurde unter dem Namen Kasahara-Neale Dragon dann aber doch ziemlich bekannt. Robert Lang hat sich in seinem Buch Origami Design Secrets dann der Sache angenommen und ein Einblatt-Design entworfen und vorgestellt, den KNL-Dragon (Kasahara-Neale-Lang).
Also, Design Secrets kaufen (das ist definitiv nie ein Fehler), nachfalten (das auch nicht) und … äh … nachgießen 😉

Miniworkshop in Indien

Im Januar verschlug es mich in den Süden Indiens. Neben den typischen Touristenzielen, hatte ich auch die Stadt Bijapur als eine Station meiner Reise auserkoren. Allerdings befindet sie sich so sehr im Nirgendwo, dass nur sehr wenige Ausländer ihren Weg dorthin finden. Was eigentlich schade ist, da es dort zum einen die zweitgrößte Kuppel der Welt (Gol Gumbaz) und zum anderen ein Grabmal (Ibrahim Rauza) zu bewundern gibt, das mit seinen filigranen Minaretten Modell für das Taj Mahal gestanden hat. Mir, als einem der wenigen Touristen, war es vergönnt, die volle Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen und zuweilen auch mit auf mich zu stürmenden Kinderhorden konfrontiert zu sein:

Indien: Rennende Kinder

Doch nicht nur das. Auf der zwölfstündigen Zugreise von Bijapur nach Mumbai wurde ich gebeten einen kleinen Origamiworkshop in unserem Abteil zu geben 🙂 Einer der beiden teilnehmenden Inder (insgesamt waren es drei Teilnehmer: zwei Inder und eine Dänin) hat mir dann auch den ersten Kranich, den er alleine falten konnte geschenkt.

Indien: Mini-Origami-Workshop

Jahrestreffen von Origami Deutschland 2012

Auch 2012 gibt es wieder ein Jahrestreffen von Origami Deutschland. Es findet vom 11.5. bis zum 13.5. in Schwäbisch Gmünd statt. International etablierte und renommierte Ehrengäste gibt es auch dieses Mal:

  1. Joseph Wu (Kannada)
  2. Paolo Bascetta (Italien)
  3. Heinz Strobl (Deutschland)

Also am Besten Mitglied von OD werden und für das gesamte Wochenende anmelden. Ich werde auf jeden Fall da sein (schon angemeldet) und werde ausführlich darüber berichten. Für diejenigen, denen der Hotelaufenthalt zu teuer ist, gibt es hier eine Übersicht über andere Übernachtungsmöglichkeiten, darunter auch ein Campingplatz.

Ach ja, vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass es auf den Jahrestreffen immer spannende Workshops, viel Austausch und erfreulich viele interessante Diskussionen übers Papierfalten gibt. Es lohnt sich also wirklich. 😉

Papier + Plastik

Inspiriert von den Versuchen anderer, hat sich das Faltlabor an das Experiment gewagt, Schmuck zu fertigen. Selbstverständlich Origamischmuck.

Während auf anderen Seiten, wie z.B. Origamijewellery oder Origamibijou, Schmuck aus Metall, also eher Goldschmiedearbeiten angeboten werden, konzentriert sich das Faltlabor dieses Mal auf den Stoff, der Origami schon immer ausgemacht hat: das Papier.

Auch dort ist das Spektrum groß: Von einfachem Industriepapier, über Chiyogami und Washi, bis hin zu handgeschöpftem Papier aus Nepal, wurde mit unterschiedlichen Materialien und verschiedenen Modellen* experimentiert. Dabei lag der Fokus dieses Mal auf der Herstellung von Ohrringen. Natürlich gibt es auch ein Bild des Versuchsaufbaus:

Während der Arbeit

Auch wenn ich eigentlich ein Verfechter von wertigem, hangeschöpftem Papier bin, stellte sich heraus, dass kleinere Modelle (in diesem Fall die Kraniche) mit dünnerem und billigerem Industriepapier besser aussehen, bzw. eine filigranere Anmutung besitzen.
Sind die Figuren einmal gefaltet, gilt es sie zu fixieren um sie robust für den Gebrauch als Schmuck zu machen. Der weit verbreiteteste Ansatz hierfür ist, die Figuren mit mehreren Schichten Nagellack zu überziehen.
Für die hier gezeigten Ohrringe wurde allerdings eine andere Technik verwendet, bei der das Papier in flüssiges Plastik getaucht wird. Dieses Verfahren bringt zum einen eine höhere Robustheit mit sich und erzeugt zum anderen, abhängig von der Wahl des Papiers, interessante Transparenzen.

Wie interessant diese Effekte sind und ob die Ohrringe schön geworden sind, darf jeder ganz für sich anhand der nachfolgenden Galerie entscheiden.

 

*) Die Modelle sind im Einzelnen ein Schmetterling von M. LaFosse, ein Schmetterling von Faltlabor (als Variation des LaFosse-Schmetterlings), der traditionelle Kranich und ein Tesselation-Stern (in dieser speziellen Ausprägung von Faltlabor).

Schmiedearbeiten aus Finnland

Da erreicht mich doch glatt vor einiger Zeit ein Bild von sehr interessanten Origami-Schmiedearbeiten. Die Figuren sind aus Bronze. Gemacht hat sie Tuomo Paananen, den ich vor etwa einem Jahr in Joensuu treffen durfte. Er selbst nennt es Bronzegami.

Eine Kawasaki Rose und eine Echse

Workshop in Mainz

Das Faltlabor hat in der letzten Zeit außerhalb der Forschungsarbeit schwer zu tun gehabt, aber es scheint absehbar, dass hier tatsächlich wieder etwas passiert. Die Zahl der auszuprobierenden Objekte steigt in der Zeit in der man nichts tut ja bekanntlich immens an, ja immer dann die Ideen sprudeln, wenn keine Möglichkeit zur Umsetzung bleibt. Hoffentlich noch vor Weihnachten wird die Rubrik selbst gefaltetes im Rahmen eines illuminativen Projektes Zuwachs erhalten.

Doch zuvor gibt es noch einen herrlich unweihnachtlichen Workshop in Mainz zu veranstalten. No Bascetta, no Fröbel … wir verlieren uns wie immer nicht im Basteluniversum des „hach ich kann ja so super nachfalten und bis deswegen so kreativ“-Universums, sondern werden auch die theoretischen Grundlagen hinter den Modellen ergründen. Ob man danach in Lage ist, selbst Objekte nach Wahl zu erschaffen, bleibt jedem selbst überlassen. Vielleicht benötigt es dafür dann doch noch ein Wenig Übung und vielleicht (aber auch nur ganz vielleicht) bedarf es auch noch paar Nachfaltungen zu Schulungszwecken.

Nachfalten ist selbstverständlich doch erlaubt, denken und selbst kreativ werden aber auch.

Im Rahmen des Workshops wird anhand von 4 unterschiedlichen in die Kunst des Papierfalten und ihrer traditionellen Ursprünge eingeführt. Angereichert wird das ganze durch die Geschichte des Origami und eine unerhört viel zu komplizierte Menge an unterhaltsamer Theorie. Blablabla:

Ort: gONZo loves you Laden, Hintere Bleiche 22, 55116 Mainz
Zeit: Sonntag den 12.12.2010 um 15 Uhr (Dauer: ~2 Studen)

Papier und Workshop-Material werden gestellt.