War ich schon bei den Schattenspielen von Herman Van Goubergens Modell On The Water, Under The Water aus dem Jahr 1995 begeistert, so komme ich nicht umhin, einen Artikel über die Werke der japanischen Künstlerin Kumi Yamashita zu schreiben. Ihre Arbeiten aus dem Bereich Light & Shadow beschreibt sie als Kombination des Materiellen mit dem Immateriellen. So formt sie laut eigener Aussage „Schatten mit Licht und manchmal Licht mit Schatten“. Dafür nimmt sie unterschiedliche Objekte, bearbeitet sie entsprechend und setzt sie dann in Bezug zu einer einzelnen Lichtquelle.

Besonders interessant waren da für mich natürlich die Arbeiten aus dem Bereich Origami, wo sie durch „simples“ Verkrumpeln von Papier beeindruckende Ergebnisse erzielt. Mit dieser Form der Umdeutung und Erweiterung der Modelle über das gefaltete Ergebnis hinaus, geht sie noch einen Schritt weiter als Van Goubergen. Sie schafft es, sich vom oftmals figürlichen und in sich abgeschlossenen Charakter von Origami zu emanzipieren. Das Gefaltete an sich tritt in den Hintergrund, zumal es bei diesen Modellen nichts Erkennbares darstellt, und kann erst im Zusammenspiel mit der Inszenierung seine eigentliche Wirkung entfalten.

Die Werke sind von 2011 und wurden von American Express in Auftrag gegeben.
Alle Fotos (c) Kumi Yamashita.

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