Inspiriert von den Versuchen anderer, hat sich das Faltlabor an das Experiment gewagt, Schmuck zu fertigen. Selbstverständlich Origamischmuck.

Während auf anderen Seiten, wie z.B. Origamijewellery oder Origamibijou, Schmuck aus Metall, also eher Goldschmiedearbeiten angeboten werden, konzentriert sich das Faltlabor dieses Mal auf den Stoff, der Origami schon immer ausgemacht hat: das Papier.

Auch dort ist das Spektrum groß: Von einfachem Industriepapier, über Chiyogami und Washi, bis hin zu handgeschöpftem Papier aus Nepal, wurde mit unterschiedlichen Materialien und verschiedenen Modellen* experimentiert. Dabei lag der Fokus dieses Mal auf der Herstellung von Ohrringen. Natürlich gibt es auch ein Bild des Versuchsaufbaus:

Während der Arbeit

Auch wenn ich eigentlich ein Verfechter von wertigem, hangeschöpftem Papier bin, stellte sich heraus, dass kleinere Modelle (in diesem Fall die Kraniche) mit dünnerem und billigerem Industriepapier besser aussehen, bzw. eine filigranere Anmutung besitzen.
Sind die Figuren einmal gefaltet, gilt es sie zu fixieren um sie robust für den Gebrauch als Schmuck zu machen. Der weit verbreiteteste Ansatz hierfür ist, die Figuren mit mehreren Schichten Nagellack zu überziehen.
Für die hier gezeigten Ohrringe wurde allerdings eine andere Technik verwendet, bei der das Papier in flüssiges Plastik getaucht wird. Dieses Verfahren bringt zum einen eine höhere Robustheit mit sich und erzeugt zum anderen, abhängig von der Wahl des Papiers, interessante Transparenzen.

Wie interessant diese Effekte sind und ob die Ohrringe schön geworden sind, darf jeder ganz für sich anhand der nachfolgenden Galerie entscheiden.

 

*) Die Modelle sind im Einzelnen ein Schmetterling von M. LaFosse, ein Schmetterling von Faltlabor (als Variation des LaFosse-Schmetterlings), der traditionelle Kranich und ein Tesselation-Stern (in dieser speziellen Ausprägung von Faltlabor).

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